Zwei Monate und ein Examen später fanden wir endlich wieder Zeit, um an unserem Bus weiterzuarbeiten. Ursprünglich hatten wir geplant direkt mit dem Innenausbau loszulegen, um den Bus im Sommer direkt nutzen zu können. Das Material für die Isolierung war also bereits bestellt und wir voller Vorfreude und Tatendrang. Die Freude war allerdings schnell dahin, als uns beim Entrosten des Innenbodens bewusst wurde, wie gravierend die Rostschäden tatsächlich waren. Uns erwarteten mehrere Durchrostungen, woraufhin schnell klar wurde: Bevor der Bus entrostet und geschweißt wurde, ist an den Innenausbau nicht zu denken.
Also schrubbten wir, statt den T4 fit für den ersten Urlaub zu machen, eine Woche lang von morgens bis abends mit Drahtbürstenaufsätzen auf Flex und Akkuschrauber Rost von unserem T4. Die fehlende Hebebühne führte dazu, dass wir die Arbeiten unter dem Auto in einem Nieselregen aus Rost, Dreck und Öl verbrachten. Verfeinert wurde das Erlebnis noch durch fliegende Drahtbürstengeschosse, die uns immer wieder in den Genuss einer akupunkturähnlichen Behandlung kommen ließen. Trotz dieses außergewöhnlichen Wohlfühlprograms waren wir dann doch froh, als wir den T4 soweit vom Rost befreit hatten, dass wir die Drahtbürsten beiseitelegen, den tieferliegenden Rost mit Rostumwandler bekämpfen und die nötigen Schweißarbeiten durchgeführt werden konnten.
Und jetzt ging es dann endlich an etwas befriedigendere Arbeiten: Das Lackieren des Unter- und Innenbodens. Zum ersten Mal bewirkten unsere Arbeiten am Bus, dass dieser danach auch besser aussah, das tat nach den unangenehmen Arbeiten zuvor dann doch mal ganz gut 😉 So wurden also die Spuren der Drahtbürsten-Malträtierung, die der T4 erdulden musste beseitigt und er steht nun in neuem Glanz da!
Deutlich unkomplizierter als befürchtet, gestaltete sich der Umgang mit dem zweiten Problem, welches sich uns bereits zu Beginn stellte. Nach den ersten Regentagen fiel uns auf, dass sich im Inneren des T4 kleine Pfützen bildeten. Da wir unserem Bus nicht noch einen Wasserschaden zumuten wollten, wurden die Übeltäter, zwei undichte Einbaufenster, kurzerhand ausgebaut, neu abgedichtet und wieder montiert. Das ging überraschend schnell und einfach, was wir bisher von noch keiner Arbeit am Bus sagen konnten… 😉
Jetzt ist der Bulli als frisch lackiert und dicht und wartet somit auf seinen (hoffentlich jetzt bald folgenden) Innenausbau!

