Gambia & Nordsenegal

Gambia & Der Norden Senegals

Über Gemeinschaft, Spiritualität und den Traum von Europa

Janniks Sicht

Progress. Peace. Prosperity. So lautet der Wahlspruch des nächsten Landes, das wir bereisen durften: The Gambia. Müsste man ein Motto finden, wie sich uns dieses kleine Land, das gänzlich von Senegal umschlossen und vom Gambia River geteilt wird, präsentierte, wäre es wohl eher: Coolness. Chat. Community. Die Menschen wirkten stets tiefenentspannt und überhaupt, wie lässig kann ein Land heißen? Republic of The Gambia – neben The Bahamas das einzige Land, das im Englischen den bestimmten Artikel vorangestellt hat, um sich nach der Unabhängigkeit von Großbritannien 1964 vom ebenfalls 1964 unabhängig gewordenen Zambia abzugrenzen. Wie nirgendwo sonst wurden wir stets in kleine Gespräche verwickelt, bevorzugt mit der einleitenden Frage: „How’s The Germany?“. Der Bezug auf die Gemeinschaft omnipräsent – sei es auf die Familie, wenn es darum geht, was vom Großvater gelernt wurde, das Dorf, das vorangebracht werden soll (Prosperity! Progress!) oder die Nation, wenn der Stolz auf die Landsleute („our boys“) deutlich wird, die den gefährlichen Weg nach Europa auf sich genommen haben, um ihre Familien finanziell unterstützen zu können. Letzteres ist allerdings auch ein Zeichen dafür, dass Progress und Prosperity bisher leider noch nicht die prägenden Kenngrößen des Landes darstellen. Mit dem Frieden sieht es derzeit besser aus, auch wenn man besorgt auf die Unruhen im Senegal schaute. Doch auch das ist noch nicht so lange der Fall. 2017 marschierte die senegalesische Armee in Gambia ein, um einen Machtwechsel zu ermöglichen. Yahya Jammeh, der bis dahin 20 Jahre Staatspräsident Gambias war, floh ins Exil, aus welchem der eigentliche Gewinner der Wahl 2016, Adama Barrow, zurückkehrte. Doch wir wollen ja dort beginnen, wo auch unsere Reise durch Gambia begann: An der Grenze zum Senegal. Schon hier deutete sich an, wie entspannt der Aufenthalt in Gambia werden würde. Vollkommen unbehelligt konnten wir die Prozesse an der Grenze durchführen und so hatten wir schon schnell alle Stempel beisammen (in unserem Carnet de Passage sogar einige zu viel, da die Grenzbeamten offensichtlich nicht wussten, wie es zu stempeln war). Dann also noch zur letzten Station: Der Drug-Control. Anders als in anderen Ländern wird hier aber eher nicht nach Drogen, sondern nach „Drugs“ im klassischen Sinne gesucht: Nach Medikamenten. Der Besitz bestimmter Medikamente ist in Gambia verboten oder in manchen Fällen nur erlaubt, wenn man ein Rezept mitführt. Dementsprechend gibt es strenge Kontrollen, von denen wir bereits viel gehört hatten und dementsprechend einen guten Teil unserer Reiseapotheke an nicht gerade offensichtlichen Orten zu verstecken versuchten. So überstanden wir auch diese Kontrolle, die von einem sehr netten Kontrolleur durchgeführt wurde, ohne Probleme und durften in das letzte Land unserer Route auf dem afrikanischen Kontinent einreisen. Die ersten Begegnungen waren dabei nicht nur aufgrund der Gesprächspartner*innen äußerst entspannt. Nach langer Zeit in Ländern, in denen Französisch unser Kommunikationsmittel war, genossen wir es richtig, in einem englischsprachigen Land zu sein. Zwar hat sich unser Französisch im Verlauf der Reise etwas verbessert, wir versuchten immer auch ein paar Brocken auf Arabisch oder Woloof sprechen zu können und Google Translate war oft ein guter Helfer. Doch können Gespräche durch eine gemeinsame Sprache eben doch deutlich intensiver und tiefgehender geführt werden. Dass in Gambia Englisch gesprochen wird, liegt natürlich einmal mehr an den willkürlichen Grenzziehungen der Kolonialmächte. So leben in Senegal und Gambia oft dieselben Volksgruppen (im Süden Gambias trafen wir beispielsweise oft auf Diola, die auch die größte Bevölkerungsgruppe der Casamance darstellen). Zwischen 1982 und 1989 schlossen sich die beiden Länder auch zur Konföderation Senegambia zusammen, die jedoch nur von kurzer Dauer war. Während der Übergang zwischen den beiden Ländern also eigentlich sehr fließend ist, war er für uns durch die andere Sprache doch deutlich erkennbar.

Auf nach Gambia!
Auf nach Gambia!
Grenze zwischen Senegal und Gambia
Grenze zwischen Senegal und Gambia
Auch in Gambia haben wir direkt wieder nette Reisebegleitungen
Auch in Gambia haben wir direkt wieder nette Reisebegleitungen

Unser erster Halt in Gambia war das an einem Seitenarm des Gambia River gelegene Dorf Tumani Tenda, das durch ein besonderes Projekt zu etwas Bekanntheit kam. Die Dorfgemeinschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Tourismusprojekte zu fördern, von denen alle Dorfbewohner*innen gleichermaßen profitieren. So ist ein Camp entstanden, das von allen Familien verwaltet wird, über die Ausgaben und Verteilung wird demokratisch entschieden. Als wir das Camp erreichten, waren wir zwar die einzigen Gäste, da die Bungalows renoviert wurden und das Geld fehlte, um die Arbeiten abzuschließen. Doch mit unserem Bus war das natürlich kein Problem und so konnten wir zwei Nächte am Fluss stehen, wurden von Basiru bestens betreut, konnten sehr lecker essen, unternahmen mit Basiru eine Fahrt durch die Mangrovenwälder und eine Tour durchs Dorf. Die war zwar mäßig spannend, aber wir wollten dieses außergewöhnliche Projekt etwas unterstützen. Viel interessanter waren hingegen die Gespräche mit Basiru und seinem Bruder über das Camp, welche Schwierigkeiten durch die Unruhen in Gambia 2017 entstanden sind, wie sich die aktuelle politisch unsichere Situation Senegals auf sie auswirkt, wie Covid sie vor enorme Probleme stellte (zum Beispiel musste durch fehlende Einnahmen das einzige Auto weit unter Wert verkauft werden) und welche Herausforderungen mit den demokratischen Entscheidungsstrukturen einhergehen. So war für Basiru die Entscheidung, die Häuser des Dorfes mit fließend Wasser zu versorgen, im Nachhinein ein Fehler, da das Geld nun für die Fertigstellung der Bungalowanlage fehlt, die ja die wichtigste Einnahmequelle des Dorfes darstellen sollte.

Mit dem Einbaum über den Gambia River
Mit dem Einbaum über den Gambia River
Mit dem Einbaum über den Gambia River
Mit Basiru über den Gambia River
Tumani Tenda
Tumani Tenda
Da geht der Englischlehrerin doch das Herz auf ;)
Da geht der Englischlehrerin doch das Herz auf 😉
Tumani Tenda
Tumani Tenda

Als wir Tumani Tenda verließen, fuhren wir noch etwas flussaufwärts und landeten im Dorf Bintang Bolong, das, wie eigentlich alles in Gambia, auch am Gambia River liegt. Hier genossen wir das kühle Bad bei den heißen Temperaturen, wollten aber eigentlich nicht lange bleiben. Da hatten wir aber mal wieder die Rechnung ohne die Gambier*innen gemacht. Denn schon bei der Einfahrt waren wir umringt von Menschen. Einen davon, Bakari, der als Tierarzt der Region arbeitet, trafen wir einige Zeit später wieder, er lud uns zu sich nach Hause ein und so saßen wir schon kurz danach bei Tee zusammen, lernten alle Mitglieder der Großfamilie kennen, durften am sehr netten gemeinsamen Abendessen teilnehmen, bei dem alle (auch hier heißt „alle“ wie so oft: alle Männer) aus einer großen Schüssel aßen, sprachen mit dem Großvater Bakaris über die Zeit, die er in Deutschland verbracht hatte, und mit Bakari über seinen Traum, in Europa zu studieren. Einmal mehr waren wir beeindruckt, mit welcher Selbstverständlichkeit wir einen Abend lang (und, wenn wir gewollt und die Zeit gehabt hätten, auch länger) Gast sein durften. So übernachteten wir also doch in Bintang Bolong (standesgemäß unter dem Mangobaum des Dorfplatzes) und fuhren erst am nächsten Morgen weiter. Denn das nächste Reiseprivileg erwartete uns schon: Wir waren bei der Familie unseres Stuttgarter Freundes Ibrahima eingeladen. Dessen Bruder erwartete uns bereits und mit ihm eine herzergreifende Gastfreundschaft der Familie. Einen Tag lang wurden wir vollkommen verwöhnt: Das sehr leckere und reichhaltige Essen war schon bereitet, als wir kamen, in unserem Bus zu schlafen, kam nicht in Frage, ein eigenes Zimmer mit Bad musste es sein, ständig hatten wir eine neue Mango oder Papaya in der Hand und es wurde alles unternommen, um uns unseren Aufenthalt so komfortabel wie möglich zu machen. Auch hier war es wieder wahnsinnig spannend, Einblicke in den Familienalltag zu bekommen und für kurze Zeit ein Teil davon zu sein. Wie schon im Senegal war auch hier wieder unser Bus schnell Interessensobjekt der Kinder und so verbrachten wir einige Zeit damit, ihn genauestens zu inspizieren (die Schiebetür war auf jeden Fall eines der Highlights) und Probe zu fahren. Voller Dankbarkeit setzten wir so am nächsten Morgen unseren Weg fort (natürlich nicht, ohne noch mit einem reichhaltigen Frühstück verwöhnt zu werden).

Zum Abendessen in Bintang Bolong
Zum Abendessen in Bintang Bolong
Mit Ibrahimas Bruder und seinen Kindern
Mit Ibrahimas Bruder und seinen Kindern
Kochstelle
Was ein Empfang bei Ibrahimas Familie!
Was ein Empfang!
Friz hat auch sein Plätzchen gefunden
Friz hat auch sein Plätzchen gefunden
Einbeinhüpf-Wettrennen
Einbeinhüpf-Wettrennen
Friz-Inspektion
Friz-Inspektion
Friz-Inspektion
Friz-Inspektion
...inklusive Probefahrt
...inklusive Probefahrt

Das nächste Etappenziel war mit Serekunda die heimliche Hauptstadt Gambias. Direkt neben der offiziellen, Banjul, gelegen, ist sie die größte Stadt Gambias und wirtschaftliches und politisches Zentrum. Die größte Attraktion Serekundas ist wohl der Markt, den wir unbedingt besuchen wollten. Allerdings bekamen wir ihn früher zu sehen als erhofft, denn bei der Fahrt durch Serekunda fanden wir uns plötzlich mitten auf ihm wieder. Spätestens, als außer uns nur noch Autos unterwegs waren, die die Marktstände belieferten, dachten wir uns, dass es wahrscheinlich auch eine Umfahrung gegeben hätte. So aber schlängelten wir uns durch irritierte und belustigte Blicke und schafften es auch irgendwann wieder aus dem Trubel heraus. Nun konnten wir den größten Markt Gambias zu Fuß erkunden (was die deutlich sinnvollere Wahl des Verkehrsmittels darstellte), und uns von dessen Vielfalt und Lebendigkeit beeindrucken lassen. Wir übernachteten in Serekunda in Strandnähe auf dem Parkplatz eines recht teuer wirkenden Hotels, wo uns (oder besser: mich, denn Caro lag schon im Bett – ganz „Madame, dormir?“ eben) am Abend noch ein kleines Spektakel erwartete. Als ich mich noch bei den Parkplatzwächtern über die Abfahrtszeiten der Fähre, die wir am nächsten Morgen nehmen wollten, informierte, rauschten plötzlich unzählige Militärfahrzeuge, verdunkelte Jeeps und Polizeifahrzeuge mit Sirenen an und hielten direkt vor mir und neben unserem Bus. Ich sah vor meinem inneren Auge schon Narcos-ähnliche Szenen, wie die schlafende Madame wegen illegalen Hustensaftbesitzes aus dem Auto gezerrt wird, doch ganz so Spektakuläres habe ich dann doch nicht zu berichten. Scheinbar trafen sich aber die Militärchefs Gambias und Bangladeschs in dem Hotel, auf dessen Parkplatz wir nächtigten, auf ein Abendessen. Zwar war der Anblick der vermummten Militärs zunächst auch etwas gruselig, doch wie das offensichtlich eben so ist in Gambia, war der nächste Chat nicht weit und so hatte ich unverhofft noch ein langes abendliches Gespräch mit Mitgliedern der Militärpolizei, die auf der Ladefläche ihres Lasters warten mussten, bis die Herren im Hotel fertig diniert hatten. Die Männer waren, anders als es ihr angsteinflößendes Outfit suggerierte, unfassbar nett und so unterhielten wir uns noch über eine Stunde über unsere Reise, die Situation Gambias, die Aufgaben der Militärpolizei und ihren Werdegang. Zwischen all den Militärfahrzeugen war Friz also in bester Gesellschaft und wir hatten die wohl sicherste Nacht unserer Reise.

Serekunda
Serekunda
Serekunda
Markt in Serekunda
Markt in Serekunda
Markt in Serekunda
DM hat auch hier seine Filiale
DM hat auch hier seine Filiale
Markt in Serekunda
Markt in Serekunda

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker mal wieder ungewöhnlich früh. Wir wollten von Banjul mit der Fähre über den Gambia River, um wieder zurück in den Senegal zu kommen. Grund für unseren frühen Aufbruch war vor allem, dass wir einige Horrorgeschichten von der Fährüberfahrt zu hören bekommen hatten: Wartezeiten von acht Stunden seien normal, die Warteschlangen in der prallen Sonne lang, die Auffahrreihenfolge willkürlich (oder vielleicht auch nicht ganz so willkürlich: Der Meistbietende fährt zuerst 😉). Das hieß für uns: Früh da sein und hoffen, dass dann noch nicht ganz so viel los ist. Die Rechnung ging offensichtlich auf, denn lange warten mussten wir nicht und auch sonst verlief alles sehr unkompliziert. Allerdings war noch etwas Mitarbeit gefragt, bevor wir auf die Fähre konnten. Als die Fähre ankam wurde uns gesagt, wir sollen auf die Rampe fahren. Zwar verstand ich nicht ganz, weshalb, da die Fähre ja noch voller Autos war, die ja erstmal runter mussten. Aber es wird schon seinen Grund haben, dachte ich mir, und tat also wie mir befohlen. Dass das Ganze tatsächlich seinen Sinn hatte, merkte ich spätestens, als die Auffahrrampe unter dem Gewicht von Friz auf die Fähre krachte – so hilft man sich eben, wenn die Hydraulik der Auffahrrampe kaputt ist. 😉

 
Friz wird zum Hafenmitarbeiter
Friz wird zum Hafenmitarbeiter
Von Banjul nach Barra
Von Banjul nach Barra
Ziege hat auch eingeparkt
Ziege hat auch eingeparkt

Auf der anderen Seite des Gambia Rivers angelangt, erreichten wir auch schon schnell die senegalesische Grenze und erwarteten eigentlich einen entspannten Grenzübergang. Den sollten wir allerdings wahrlich nicht bekommen. Unsere Ausreisestempel hatten wir zwar schnell im Pass, doch dann gab The Gambia noch einmal alles, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Hauptakteur dieses Versuchs: Ein Beamter der Drug Law Enforcement Agency. Standesgemäß im Jogginganzug gekleidet, eröffnete er ein Schauspiel, das bizarrer kaum hätte sein können. Ich hatte ja bereits beschrieben, dass der Besitz von Medikamenten in Gambia etwas heikel sein kann. Was ich noch nicht erzählt habe, ist, welche Hauptanwendung das Medikamentengesetz mittlerweile an den Grenzen Gambias offensichtlich findet: Als Mittel zur Korruption. Besagter Beamte durchsuchte also unseren Bus und ließ sich alle Medikamente zeigen. Siegessicher zeigten wir ihm also den nicht versteckten Teil unserer Reiseapotheke, denn mit diesem sind wir sind ja auch durch die Kontrolle bei unserer Einreise gekommen. Schnell stellte unser hochseriöser Drogenfahnder aber fest, dass sein Kollege bei der Einreise äußerst schlampig vorgegangen war. Er hingegen nehme seinen Job sehr ernst und Gesetz sei eben Gesetz. Die meisten Medikamente waren nicht von großem Interesse, doch dann stieß er auf das Antibiotikum, das ich in Indien von den Behörden zur Covid-Behandlung bekommen hatte. Und nun war der Fall natürlich klar: Wir waren gefährliche Drogenschmuggler, denen schleunigst das Handwerk gelegt werden musste! The Gambia kann sich glücklich schätzen, solch einen verantwortungsbewussten Beamten im Staatsapparat zu haben, der sich (im Gegensatz zu seinem Kollegen an der anderen Grenze, wie er stets betonte) noch um Recht und Gesetz kümmert. Wir wurden also in das Büro zitiert, das sich, um der Seriosität des Ganzen die Krone aufzusetzen, ebenso wie der Ort der Durchsuchung, in einem Hinterhof der Grenzgebäude befand. Und dort entspann sich nun ein Schauspiel, das fast schon slapstickartige Züge aufwies, so plump war es. Zunächst wurde uns ein Gesetzestext vorgelegt, der unser Vergehen scheinbar zweifelsfrei belegen sollte. Meiner Meinung nach ging es dabei zwar eher um den Verkauf von Medikamenten, aber gut. Dann baute er eine Drohkulisse auf, die zwar so offensichtlich überzogen war, ihre Wirkung aber natürlich dennoch nicht ganz verfehlte: Wenn wir kein Rezept vorlegen könnten, müssten wir zurück nach Banjul, dort vor Gericht, alles würde lange dauern, die Höchststrafe wären 20 000 €, wir durften uns nicht auf Deutsch unterhalten, weil er hören wolle, was wir sagen. Zur Erinnerung: Es ging um ein Antibiotikum. Das Rezept hatten wir natürlich nicht, hatten ein solches in Indien auch nie bekommen, unsere Auswegmöglichkeiten waren also begrenzt. Doch nun wurde die Situation dadurch etwas entspannter, dass die Show nun erst so richtig Fahrt aufnahm und dabei etwas über das Ziel hinausschoss. Während die zwei Straftäter*innen (also wir) immer noch im Büro saßen, bereitete sich die Galionsfigur des gambischen Rechtssystems erstmal genüsslich sein Frühstück zu. Mittlerweile mussten wir uns schon immer wieder schmunzelnd anschauen (das Reden miteinander war uns ja verboten), so abstrus war die Situation. Während seines Frühstücks wiederholte er dabei immer wieder seine Signaturephrase „What kind of people does that?“. Nun haben wir also den bad cop unserer Story hinlänglich charakterisiert, kommen wir nun also zum Auftritt der good cops in Gestalt eines Jogginghosen-Drug-Kollegen und eines Mitarbeiters der Immigration in Uniform. Letzterer setzte nun zu einem etwas überschwänglichen Verteidigung-Plädoyer an. Message der good cops: Wir finden schon eine Lösung, in Gambia geht es immer darum, sich gegenseitig zu helfen, keiner bezweifele die Autorität und Rechtschaffenheit des bad cops. Wir sitzen da, mehr stumme Zuschauer*innen dieses Schauspiels als aktive Teilnehmende. Doch spätestens jetzt ist der Rahmen gesteckt: Es geht ums „Helfen“. Folgerichtig sollten wir dann zurück zum Auto und uns überlegen, wie wir am besten „helfen“ können. Zurück am Auto berieten wir kurz, was am besten zu tun sei. Klar war, viel würden wir nicht bezahlen wollen, doch ohne Geld könnte sich das Ganze noch etwas ziehen. So versteckte ich unser restliches Geld, ging zurück ins Office, meinte, ich hätte noch 400 Dalasi (ca.7€), wenn die „Strafe“ höher wäre, müssten wir eben nach Banjul vor Gericht. Auf den Plottwist, der jetzt folgte, war ich aber nicht vorbereitet: Der bad cop meinte nun beleidigt, wir sollten einfach gehen (ohne Strafe), wohingegen der good cop wieder sein Mantra herunterspulte, es ginge ja ums gegenseitige Helfen und ich solle doch einfach so viel bezahlen, wie ich entbehren könne. Ich war versucht, nichts zu zahlen, hatte aber die Befürchtung, dass die ganze Szenerie aufgrund meiner mangelnden „Hilfsbereitschaft“ wieder von vorne beginnen würde. Also machte ich den Vorschlag, dass wir teilen, lies 200 Dalasi dort, die schnell unter dem Kontrollbuch unserer Rechtschaffenheits-Galionsfigur verschwanden, und nach eineinhalb Stunden durften wir endlich in den Senegal. Unser illegal eingeführtes Antibiotikum durften wir erstaunlicherweise dann auch wieder illegal ausführen… 😉 Das ganze Spektakel war im Nachhinein betrachtet durchaus etwas amüsant, in der Situation selbst war es das aber natürlich nicht immer und bot uns nur eine leise Vorahnung, wie es für die Menschen ist, die täglich unter einem korrupten System zu leiden haben, und nicht wie wir das Privileg besitzen, sich im Zweifel auf eine mächtige Botschaft verlassen zu können oder auch eine Zahlung leisten zu können, ohne gleich ruiniert zu sein. Ach ja, natürlich hat auch die Drug Law Enforcement Agency einen schmissigen Slogan: No To Drugs. No To Corruption. Yes To Investment. Vielleicht sollten wir unsere kleine Zahlung einfach als Investment sehen…

Militärcheckpoint heißt in Gambia: It's time for smalltalk!
Militärcheckpoint heißt in Gambia: It's time for smalltalk!

Wieder im Senegal angekommen, suchten wir nach dem gambischen Konversationsmarathon der letzten Tage ein wenig Abgeschiedenheit und Ruhe. Zu unserem Glück waren wir nach der Grenzüberquerung wieder im Sine-Saloum-Delta, wo es uns schon auf der Hinfahrt so gut gefallen hatte. Und auch jetzt fanden wir wieder sehr schöne Plätze am Fluss und verbrachten drei Tage sehr entspannt in dieser schönen Gegend. Das Baden verschaffte uns die nötige Abkühlung bei der herrschenden Hitze und die Unterhaltungen mit Familien, die auf den Pirogentransport zu ihrem Dorf warteten, vorbeikommenden Feldarbeiterinnen und Kindern, die bei ihrer Suche nach Tierfutter erstaunlicherweise direkt neben unserem Bus auf unerschöpfliche Heuquellen gestoßen zu sein schienen, sorgten für die nötige Abwechslung. Das Wildcampen in Senegal und Gambia gestaltete sich so anders als auf unserer bisherigen Reise. Waren wir auf der Route bis Georgien und auch in Marokko meistens in der Natur, wo uns niemand begegnete, gab es diese Orte hier einfach nicht. Zwar wohnen abseits der großen Städte nicht viele Menschen, doch alle paar Kilometer kommt ein kleines Dorf, bestehend aus wenigen Familien, das Land dazwischen wird landwirtschaftlich genutzt. So hatten wir eigentlich an allen Plätzen irgendwann Besuch, was meistens sehr, sehr schön war und letztlich unseren Aufenthalt in Westafrika maßgeblich prägen sollte. Und wie toll, dass die Menschen so kontaktfreudig und interessiert waren, uns kennenlernen oder uns die Schönheit ihres Landes zeigen wollten! Doch konnte es auch manchmal anstrengend sein, ständig verfügbar sein zu müssen, denn einen wirklichen Rückzugsort hatten wir mit unserem Bus nicht. Unser Leben spielte sich zwangsläufig immer vor ihm im Freien ab, doch auch im Bus waren wir stets Teil des öffentlichen Raums. Im Delta hatten wir nun aber eine ziemlich perfekte Mischung und konnten den Platz nur schweren Herzens verlassen.

Bekanntschaften im Sine-Saloum-Delta
Bekanntschaften im Sine-Saloum-Delta
Bekanntschaften im Sine-Saloum-Delta
Sine-Saloum-Delta
Sine-Saloum-Delta
Sine-Saloum-Delta
Sine-Saloum-Delta
Sine-Saloum-Delta
Sine-Saloum-Delta
Bekanntschaften im Sine-Saloum-Delta
Bekanntschaften im Sine-Saloum-Delta
Bekanntschaften im Sine-Saloum-Delta
Bekanntschaften im Sine-Saloum-Delta
Bekanntschaften im Sine-Saloum-Delta
Bekanntschaften im Sine-Saloum-Delta

Unser nächstes Ziel führte uns nicht nur wieder hinein ins Getümmel und zu einem der kulturellen Highlights Senegals, sondern leider auch zurück in die erdrückende Hitze Zentralsenegals. Bei 45° C besichtigten wir Touba, das spirituelle Zentrum der islamischen Bruderschaft der Mouriden und „Senegals Mekka“. Dieses wollte der Sufi-Heilige Amadou Bamba Mbacke 1887 hier errichtet wissen. Da er immer größeren Zuspruch innerhalb der Bevölkerung erfuhr, fürchtete die Kolonialmacht Frankreich, er könne zum heiligen Krieg gegen sie ausrufen. Und was macht man traditionell so als Besatzungsmacht, um gänzlich sicher zu gehen, dass ein religiöser Führer auf keinen Fall mehr zur Gefahr werden kann? Richtig, man macht ihn zum Märtyrer. Hat damals bei den Römern ja auch schon so gut funktioniert… Für Amadou Bamba Mbacke hieß das Martyrium zum Glück nicht Kreuz, sondern Exil, doch als er nach sieben Jahren aus diesem zurückkehrte, fand er offensichtlich nicht nur wachsenden, sondern erdrutschartigen Zuspruch, wurde wie ein Messias empfangen und zum senegalesischen Volkshelden und etablierte in Touba einen Staat im Staate. Die weltliche Macht der senegalesischen Regierung endet an den Stadtgrenzen, es gibt keine Polizei, niemand zahlt Steuern, Alkohol und Tabak sind verboten, Frauen dürfen keine Hosen tragen (für einen kurzen Moment fühlten wir uns wieder wie in Griechenland). Über die strengen Regeln wachen die Baay-fall, von denen wir einen Anhänger bereits in Kafountine kennenlernen durften. Die Bedeutung dieser Stadt für Senegales*innen (und nicht nur für die) wurde auch für uns schnell deutlich, da uns der Name permanent auf der Straße begegnete. Fast alle Überlandbusse fahren „im Namen Toubas“, auch auf Taxis sieht man ihn häufig. Tatsächlich ist die Bedeutung Toubas innerhalb Senegals kaum zu überschätzen. Die Mouriden kontrollieren nicht nur große Teile des Transportsystems, sondern auch den Erdnusshandel, viele Handwerksbetriebe, Lebensmittelgeschäfte, Telecenter und scheinbar auch die vielen bettelnden Straßenkinder, die mit roten Sammelbüchsen für Touba losziehen. Auch politisch ist der Einfluss des Kalifen enorm:  Ohne dessen Zustimmung hält sich keine Regierung, der erste Besuch neu gewählter Präsident*innen führt nach Touba. Mit diesem Vorwissen waren wir natürlich sehr gespannt, was uns erwarten würde, und freuten uns, nach türkischer, marokkanischer und indischer nun auch noch die senegalesische Spielart des Islams etwas kennenlernen zu können. Anders als in Marokko war es uns hier als Nicht-Muslim*innen auch erlaubt die Hauptsehenswürdigkeit zu besuchen: Die 1963 von einer koreanischen Baufirma errichtete Grabmoschee Amadou Bambas, die größte Moschee des Landes. Schon am Eingang bekamen wir einen „kostenlosen“ Führer (eine Spende für Touba wurde natürlich erwartet), der uns die Moschee zeigte. Die Besichtigung der Moschee mit den Koranschüler*innen, die mit ihren Koranrezitationen einen stimmungsvollen Hintergrundchor bildeten, dem geplanten Krankenhaus und der Armenküche war interessant und die Moschee das einzige „Monumentalbauwerk“, das wir außerhalb Dakars im Senegal besichtigten (und wir vermuten, dass es auch nicht viele weitere gibt). Doch hatten wir mittlerweile so viele Moscheen gesehen, die ähnlichen Ausmaßes waren, dass uns die Moschee selbst nur wenig faszinierte. Spannender waren für uns nun vielmehr die Bemühungen unseres Guides, die Einzigartigkeit des senegalesischen Islams zu betonen. Im Gegensatz zum arabischen Islam (er nannte stets Marokko als abschreckendes Beispiel), sei der Islam im Senegal weltoffen (unter anderem durften wir die Moschee hier im Gegensatz zu den Moscheen Marokkos ja besuchen) und man betrachte alle Menschen egal welcher Religion als Gleiche. Diese Gedanken sind natürlich sehr schön, so ganz glaubhaft waren sie aber natürlich nicht, denn auch hier waren Männer doch mal wieder etwas gleicher als Frauen und auch die gepredigte Nächstenliebe scheint beim allgegenwärtigen Anblick der spendensammelnden Straßenkinder nicht sonderlich stringent zu Ende gedacht zu sein. Mit gemischten Gefühlen beendeten wir also unseren Toubaaufenthalt und freuten uns schon wieder auf die etwas kühlere Küste.

Typischer Anblick in Nordsenegal: Baobas und Rinder
Typischer Anblick in Nordsenegal: Baobas und Rinder
Straßenimpressionen
Ein Belgier ist auch unterwegs
Ein Belgier ist auch unterwegs
Touba
Die meisten Überlandbusse Senegals fahren im Namen Toubas
Die meisten Überlandbusse Senegals fahren im Namen Toubas
Die Grabmoschee von Touba
Die Grabmoschee von Touba
Die Grabmoschee von Touba
Die Grabmoschee von Touba

Hier suchten wir wieder die Zebrabar in der Nähe Saint Louis‘ auf, in der wir schon unsere ersten Nächte im Senegal verbracht hatten. Eigentlich wollten wir nur eine Nacht bleiben, um unsere Wasservorräte für die nächste Sahara-Durchquerung aufzufüllen und nach langer Zeit mal wieder in den Genuss einer richtigen Dusche zu kommen, doch dieses Mal trafen wir auf sehr nette andere Reisende, mit denen wir es doch zwei Nächte aushielten und neben der Dusche auch einige Gazelles (sehr leckeres senegalesisches Bier mit äußerst schönem Etikett 😉) genossen. Dann verließen wir aber die Zebrabar und machten uns auf nach Saint Louis, unserem letzten Ziel im Senegal. Das mussten wir bei der Einreise wegen unseres gerissenen Servolenkungsschlauchs links liegen lassen, nun aber wollten wir die Stadt noch sehen. Tatsächlich sollte uns unser Aufenthalt dort für immer im Gedächtnis bleiben, was aber zugegebenermaßen weniger an der Stadt liegt, auch wenn diese wirklich sehr schön ist, als an einer Bekanntschaft mit einem Mechaniker, die wir machten, als wir gerade einparkten. Er kam auf uns zu, erklärte uns er sei Mechaniker und unser Auto mache ein Geräusch, das nicht gut klänge. Dem konnten wir nur zustimmen, denn in der Tat klang unser erster Gang so, als ob er nicht mehr allzu lange Lust hätte, seinen Job zu machen. Er bot an, es sich kurz anzuschauen, und wir dachten in unserem jugendlichen Leichtsinn: Was haben wir zu verlieren? Im Nachhinein muss man wohl sagen: Zeit, Geld und vor allem Nerven. Denn gemeinsam mit seinem Kollegen hatten sie das Getriebe als Übeltäter im Verdacht. Den hatten wir auch schon, die Sorgen bisher allerdings recht erfolgreich verdrängt. Nun aber wurden sie etwas größer. Was ist, wenn uns das Getriebe in der Sahara kaputt geht? In Mauretanien haben wir visabedingt nur wenig Zeit, Städte gibt es die nächsten 2000 Kilometer nicht viele, also Gesamtfazit: Wäre schon etwas doof. Doch die beiden versicherten uns, sie könnten es reparieren, kein Problem, schon seeeehr oft gemacht, morgen fertig. Die beiden waren uns sympathisch und zumindest einer der beiden schien auch zu wissen, was er tut. Also ging es los und die beiden machten sich mit vollem Eifer ans Werk und schon nach kurzer Zeit war Friz kaum wiederzuerkennen, alles war demontiert. Am nächsten Morgen war dann auch das Getriebe ab und fuhr im Taxi zu einem Spezialisten. Zurück kam es mit der ernüchternden Botschaft, dass es die passenden Teile für eine Reparatur im Senegal nicht gäbe, bliebe nur ein „neues“ Getriebe, das man in Dakar kaufen müsse. Neues Getriebe klang für uns erst einmal in Ordnung, das müsste spätestens in Deutschland ohnehin irgendwann rein, allerdings stellte sich irgendwann heraus, dass „neu“ in diesem Fall eher „gebraucht“ bedeutet, da es einem Unfallwagen entnommen wurde. Hieß für uns:  Für ein altes Getriebe den Preis bezahlen, für den wir in Deutschland ein neues Getriebe bekommen, ohne Garantie, dass es lange funktioniert. Da konnten wir gleich mit unserem eigenen Getriebe Lotto spielen. Jetzt waren wir schon etwas angenervt, da man sich die Info, dass es hier gar keine Ersatzteile gibt, als kleine Zusatzergänzung der selbstbewussten Äußerung „Réparation, pas de problème!“ gewünscht hätte. Aber nun gut, so ist das eben. Doch nun ging es an den Einbau und wir sahen uns wohl schon ein paar Monate auf der Straße nächtigen, denn die beiden hatten offensichtlich keine Idee, wie sie das schwere Getriebe eigentlich wieder einbauen sollten. Stunden vergingen und jeder Versuch scheiterte aufs Neue, das Getriebe war nun nicht nur nicht repariert, sondern eher noch mehr beschädigt worden, jeder Versuch meinerseits, mitzuhelfen, wurde radikal unterbunden (verstößt wohl gegen die Mechanikerehre) und die Beteuerung nach unzähligen misslungenen Versuchen, sie könnten das und hätten das schon unzählige Male gemacht, wirkte mehr und mehr wie eine Farce. Was vermutlich vor allem fehlte war passendes Werkzeug, um das Getriebe anzuheben. Während wir reichlich Angstschweiß vergossen, hatten die beiden an Tag drei schließlich ein Einsehen, riefen einen befreundeten Mechaniker, der das ganze Prozedere offensichtlich wirklich schon ein paar Mal gemacht hatte, und im Nu war das Getriebe wieder drin und ein paar Stunden später war unser Friz wieder fahrbereit. Wir waren unglaublich erleichtert, wenn auch noch etwas genervt von unseren beiden Mechanikern, die sich bei ihrem Vorhaben offensichtlich etwas überschätzt hatten. Doch letztlich war uns natürlich auch bewusst, dass sie auf diese Arbeit angewiesen waren und auch keine andere Möglichkeit hatten, als ihr Bestes zu geben und das taten sie wahrlich. So waren am Ende beide Seiten doch ganz zufrieden und wir um einige Erfahrungen reicher. Ein weiterer kleiner Benefit: Da wir nun für drei Tage in einem zerlegten Auto auf einem sehr zentralen Parkplatz der Stadt wohnten, waren wir offensichtlich zu Mini-Berühmtheiten der Stadt geworden. Denn als wir mit dreitägiger Verspätung endlich unsere Sightseeingtour durch Saint Louis starteten, wurden wir immer wieder von Menschen angesprochen, die wir noch nie gesehen hatten, ob denn unser Auto mittlerweile wieder fahre. Das tat es zum Glück und machte sich auf, um die letzten Kilometer im Senegal zu bestreiten. Ohne Probleme erreichten wir die Grenze bei Diama, die wir bereits von der Einreise kannten. Hier merkten wir, wie sehr wir uns an Westafrika gewöhnt hatten, denn so ganz klar, was uns bei unserer Einreise gestresst hatte, war uns nun nicht mehr. An die Zahlungen war man gewöhnt, alles lief entspannt und ohne Komplikationen. Vielleicht lag es auch daran, dass unsere Richtung zu dieser Zeit die deutlich unbeliebtere war. Unsere Ausreise war wenige Tage vor Tabaski, dem muslimischen Opferfest und einem der wichtigsten Feiertage Senegals, und so kamen uns nicht nur sehr viele Diaspora-Senegales*innen entgegen, die das Fest mit ihren Familien in der Heimat feiern wollten, sondern auch unzählige Schafsböcke, die zusammengepfercht auf Ladeflächen oder auf Autodächern verschnürt waren und ihrer Schlachtung entgegenfuhren. Nicht ganz unfroh, dass wir der nicht beiwohnen mussten, überquerten wir die Grenzbrücke nach Mauretanien und traten damit den 5500 Kilometer langen Rückweg nach Deutschland an.

Vor dem Opferfest muss man sich den Platz eben mit Schafsböcken teilen...
Vor dem Opferfest muss man sich den Platz eben mit Schafsböcken teilen...
Wir liebten die so liebevoll selbstgestalteten Ladenschilder
Wir liebten die so liebevoll selbstgestalteten Ladenschilder
Auch in Nordsenegal sind wir nicht immer alleine unterwegs
Auch in Nordsenegal sind wir nicht immer alleine unterwegs
Strand der Zebrabar
Strand der Zebrabar
Flamingos im Nationalpark Langue de Barbarie
Flamingos im Nationalpark Langue de Barbarie
Pelikane im Nationalpark Langue de Barbarie
Pelikane im Nationalpark Langue de Barbarie
Da ist er schon zerlegt - der Sohn unseres Mechanikers schaut zu
Da ist er schon zerlegt - der Sohn unseres Mechanikers schaut zu
Endlich wird er wieder zusammengebaut - unser Retter in der Not macht eine kleine Pause zum Beten
Endlich wird er wieder zusammengebaut - unser Retter in der Not macht eine kleine Pause zum Beten
St. Louis
St. Louis
St. Louis
St. Louis
An der Grenze zu Mauretanien: Die Schafsböcke nehmen für das Opferfest Tabaski die andere Richtung
An der Grenze zu Mauretanien: Die Schafsböcke nehmen für das Opferfest Tabaski die andere Richtung
Erfolgloses Anstehen (links) vs. erfolgreiches Anstehen (rechts): Haben wir in Indien gar nichts gelernt?
Erfolgloses Anstehen (links) vs. erfolgreiches Anstehen (rechts): Haben wir in Indien gar nichts gelernt?
Senegalesich-deutscher Trikottausch
Senegalesich-deutscher Trikottausch

Der Reiseabschnitt in Kürze

Begleitung während der Fahrt

Mal wieder ein Podcast: Hier begleitete uns eine Folge des Philosophie-Podcasts Sein und Streit, die sich Denktraditionen des afrikanischen Kontinents widmet.

Unvergesslichste Begegnung

…waren dieses Mal definitiv die Polizist*innen Gambias, mit denen wir in unzähligen Kontrollposten in Kontakt kamen. Eine Beamtin fragte uns, was eigentlich ihre Kolleg*innen immer sehen wollten, wenn sie uns kontrollierten. Die ehrliche Antwort war „nichts“, denn zeigen mussten wir nie etwas. Dafür wollte ein Beamte unser Auto kaufen, ein anderer war begeistert, dass Caro Brot aß: „Good for your stomach!“

Was wir am meisten vermissten

Mechaniker, die wissen, was sie tun.

Was wir am meisten vermissen werden

Die selbstverständliche, ständige Interaktion miteinander – Anonymität fanden wir (vielleicht mit Ausnahme mancher Ecken Dakars) in Senegal und Gambia nirgends.

Lesson learned

Gerate nie in den Kampf von The Gambia gegen indisches Antibiotikum (oder: Wenn du schon Medikamente versteckst, tu es richtig)!

Go-to Snack

Yassa, eines der typischen Gerichte Gambias und Senegals: Eine fantastische Zwiebelsoße, die mit Reis, Gemüse und normalerweise Fleisch oder Fisch gegessen wird. Gibt es aber auch ins Baguette oder zu anderen Gerichten.

2 Gedanken zu „Gambia & Nordsenegal“

  1. Wieder mal ein ganz wunderbarer Bericht !!!…Vielen Dank dafür. Ich bin allerdings sehr froh von diversen Erlebnissen erst nach gutem Ausgang zu erfahren :):):)

  2. Hallo Annette, ich habe so laut lachen müssen, nachdem ich deinen Kommentar gelesen habe. Das muss mit Sicherheit noch bei Euch zu hören gewesen sein
    Ich muss gestehen, ich habe beim lesen mitgefiebert und gedacht „oh weia, wie wird das bloss ausgehen?“
    Hallo Caro + Jannik! Eure Seite ist so toll. Ich kann mich stundenlang damit beschäftigen.
    Ich wünsche Euch noch eine gute Weiterreise.
    Herzliche Grüße, Brigitte Kögel (wir kennen uns über Vaida + Anas).

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