Da Friz nun ein echter Camper war, nutzten wir die Schulferien, um ihn auf seine Reisetauglichkeit zu testen und wurden nicht enttäuscht. Bis auf seinen besorgniserregenden Ölverlust und ein paar wackelige Stellen am Innenausbau, schien alles zu funktionieren und wir hatten tolle erste Urlaube, die große Lust auf die große Reise machten.
Fast zu schön, um wahr zu sein – und prompt kam es auf der Heimfahrt von Rom wegen Aquaplaning auf den letzten Kilometern zu einem heftigen Auffahrunfall, bei dem zum Glück niemand ernsthaft verletzt, unser Bus aber ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ein paar Tage war nicht klar, ob sich die Reparatur noch lohnen würde, und unser ganzer Plan hing am seidenen Faden. Doch der Karosseriefachbetrieb unseres Vertrauens fand eine bezahlbare Lösung für uns, die aber dennoch ein spürbares Loch in der Reisekasse hinterlässt. Die Profis kümmerten sich um den komplizierten Teil – was ging, konnten wir selbst übernehmen. Wir schraubten kaputte Karosserieteile ab, tauschten Kühler und Keilriemen aus und bauten nach den Schweißarbeiten wieder neue, selbst lackierte Teile ein. Bis Friz wieder einigermaßen passabel aussah, vergingen jedoch einige Monate und der Schock steckte noch lange in den Gliedern.

